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Makron und Breve zum Tippen

Wer Latein tippt, braucht immer wieder Makron (ē) und Breve (ĕ). Ich benutze sie eigentlich nur für den Buchstaben „e“, weil hier die Missverständlichkeit am ehesten problematisch ist (gaudēre, facĕre). Ich habe das immer so gemacht, dass ich den Wikipedia-Artikel zum Makron gegoogelt habe und das Zeichen dann per Copypaste eingefügt. Das geht zwar auch recht schnell, ist aber total umständlich.

Etwas bequemer wäre es doch, wenn die Tastatur eine direkte Tastenkombination dafür hätte. Mit MSKLC lässt sich das glücklicherweise ganz leicht machen (unter Windows 10 muss man noch das Feature „.NET 3.5 und .NET 2.0“ aktivieren, damit es läuft). Wer will, kann sich so selbst eine Tastatur basteln, indem er die entsprechenden Zeichen auf ihm genehme Kombinationen legt. Oder er lädt sich meine fertige Deutsch-Latein-Tastatur herunter. Man kann sie einfach per Setup.exe installieren und muss dann nurnoch das passende Layout einstellen (mit ALT+SHIFT wechselt man durch die Layouts).

Die ist so konfiguriert, dass sie CTRL+ALT+a/e/i/o/u als Makron und CTRL+a/e/i/o/u (normalerweise) als Breve ausgibt. Das hat ein paar Nachteile, wenn man mit Word arbeitet, weil Word einige dieser Tastenkombinationen für andere Befehle nutzt. CTRL+a führt in Word dazu, dass einfach „alles markiert“ wird, CTRL+i ruft den Wörterzähler auf usw. Andere Anwendungen überschreiben andere Kombinationen; der WordPress-Texteditor mag zum Beispiel kein CTRL+i, weil das Text kursiv druckt, aber nicht das i-Breve schreibt. Aber da ich nur das „e“ als Makron bzw. Breve häufig verwende, und das in fast allen Programmen einwandfrei funktioniert, komme ich damit klar.

Die 3. Deklination – Verwirrend logische Worte

Unter der dritten Deklination kann man fast alle Substantive zusammenfassen, die nicht zur a-Deklination oder o-Deklination gehören; deshalb nennt man sie eben auch die „dritte“ Deklination.

So viele unterschiedliche Substantive!

Diese „dritte“ Sorte von Substantiven hat auch – wie die anderen – immer die gleichen Endungen, sodass man sie gut erkennen und übersetzen kann. Sie hat aber einen Haken: ihre Lernformen (die Nominative) sind sehr unterschiedlich und deshalb etwas verwirrend. Deshalb gehören ganz viele Substantive zur dritten Deklination, die auf den ersten Blick eigentlich total unterschiedlich aussehen:→ weiterlesen

Der Ablativ – Der Fall, den das Deutsche vergessen hat

Der Ablativ ist der fünfte Fall im Lateinischen. Er ist deshalb merkwürdig, weil wir ihn im Deutschen nicht kennen. Wir kennen nur vier Fälle. Hier kannst du das nachlesen und üben.

Der Ablativ antwortet in etwa auf die Frage „Womit?“ Zum Beispiel:

  • Gladiator adversarium gladio petit.
    Der Gladiator greift seinen Gegner mit einem Schwert an.
  • Adversarius magna voce clamat.
    Der Gegner schreit mit lauter Stimme.

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Diese verflixten Fälle – Kasus und was sie bedeuten

Die Fälle (lateinisch: ein Kasus mit kurzem u, viele Kasūs, mit langem ū) sind eine der absoluten Grundlagen im Lateinunterricht. Wer die nicht ganz genau verstanden hat, wird im Grammatikunterricht immer wieder verwirrt sein. Dabei sind sie eigentlich ganz einfach; im Prinzip kennt man sie schon aus der Grundschule.

Kasūs im Deutschen

Im Deutschen gibt es vier:→ weiterlesen

Die a-Deklination – Substantive auf -a

Die a-Deklination ist die einfachste, logischste und regelmäßigste Wortklasse, die das Lateinische zu bieten hat. Sie ist nahezu hundertprozentig zuverlässig. Schon deshalb muss man sie auswendig beherrschen.

Jedes Substantiv, das in der Lernform auf -a endet, gehört dazu, zum Beispiel domina, ancilla, serva, puella und etliche mehr.

Singular Plural
Nom. puell-a das Mädchen puell-ae die Mädchen
Gen. puell-ae des Mädchens puell-arum der Mädchen
Dat. puell-ae dem Mädchen puell-is den Mädchen
Akk. puell-am das Mädchen puell-as die Mädchen
Abl. puell-a mit dem Mädchen puell-is mit den Mädchen

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Die o-Deklination – Substantive auf -us und -um

Die o-Deklination ist eine der ersten Deklinationen, die man im Lateinunterricht kennen lernt. Sie ist für Worte zuständig, die auf -us und -um aufhören.

Der männliche Teil der o-Deklination (-us)

Fast jedes Wort, das in der Lernform auf -us endet – also dominus, filius, servus und viele, viele weitere – gehört zur o-Deklination. Diese Formen muss wirklich jeder kennen, der ein bisschen Latein können will:→ weiterlesen

qui, quae, quod: Relativpronomen

Möchtest du lieber gleich üben? Hier geht’s zur Übung.

Einleitung

Relativpronomen sind eine feine Sache. Im Deutschen sind sie so fein, dass sie für die meisten Leute fast schon zu fein sind. Man benutzt sie nämlich fast nur dann, wenn es wichtig ist, dass man sich „genau“ ausdrücken muss. Aus der Alltagssprache haben sich die meisten Relativpronomen schon verabschiedet…→ weiterlesen

hic, haec, hä?

Das kleine Demonstrativpronomen hic ist der Liebling der wichtigsten Schulautoren, allen voran Ciceros. Kaum eine Vokabel taucht häufiger in den endlosen Satzlabyrinthen philosophisch-politischer Traktate auf als dieses Pronomen. Deshalb sollte man – so gruselig sie aussehen – die Formen kennen. Dabei sind sie eigentlich garnicht so sonderbar.

Warum hic-haec-hoc so irre aussieht

Alle Pronomina haben eine merkwürdige Angewohnheit: Sie funktionieren nicht wie eine normale a-, o- oder 3. Deklination, obwohl sie ständig so tun, als ob. Man sieht das vor allem im Genitiv und Dativ Singular, wo sie mit „-ius“ und „-i“ völlig anders lauten als alle normalen Wörter. Pronomina benutzen also eine Art Spezialdeklination. Die kann man gut mit is-ea-id oder qui-quae-quod lernen.

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NcI – Nominativ mit Infinitiv

Der sogenannte „NcI“, der „Nominativus cum Infinitivo“, taucht in den meisten Lehrbüchern erst ziemlich spät auf. Dabei ist das Phänomen eigentlich ganz einfach. Ein NcI wird immer von einem Verb im Passiv eingeleitet, z.B. videtur, dicitur, traditur, fertur usw.

Ulixes miles fortis fuisse videtur.
(= Odysseus wird gesehen, ein tapferer Soldat gewesen zu sein.)
= Odysseus scheint ein tapferer Soldat gewesen zu sein.

Das wesentliche Problem beim NcI ist, dass man ihn nicht wörtlich übersetzen kann. Es gibt aber nur eine Handvoll Ausdrücke, sodass man die entweder auswendig lernen kann, oder sich merken kann, dass ein NcI immer ein wenig freier übersetzt wird. Dabei gibt es fast immer mehrere Möglichkeiten.

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