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Diese Seiten sollen Lateinschülern und -studenten beim Lernen und Übersetzen der lateinischen Sprache helfen. Hier findest du zahlreiche Übersetzungen, Links zu anderen Latein-Seiten, einen für den Lateinunterricht optimierten Vokabeltrainer und vieles mehr. Wenn du Ideen hast, wie man die Seite weiter ausbauen könnte, kannst du dich gern unter Impressum – Kontakt bei mir melden.

Stammformen – Wozu bloß?

Was zum Teufel sind eigentlich diese Stammformen, die ich ständig auswendig lernen muss? Stammformen gibt es im Deutschen auch. Wer Deutsch als neue Sprache lernt, der fängt mit den Stammformen der Verben an:

sagen – ich sage, ich sagte, ich habe gesagt
machen – ich mache, ich machte, ich habe gemacht

Warum? Ganz einfach: Viele Verben sind schlecht erzogen. „sagen“ oder „machen“ ein einfaches Wort, das sich ganz regelmäßige Formen ausdenkt. Aber es gibt auch gemeine, schlecht erzogene Verben:→ weiterlesen

Redesign 2017

Liebe Leser,

lateinlehrer.net läuft seit heute mit dem Theme Graphy. Dieses wunderschöne Typografie-Theme löst das etwas angestaubte TwentyFifteen ab.

Wir werden versuchen, in den nächsten Monaten wieder regelmäßig neue Artikel einzufügen. Der Schwerpunkt wird dabei auf mythologischen Hintergrundtexten liegen.

Partizip Futur Aktiv (PFA)

Das PFA ist ziemlich selten. Daher kommt es hier nur ganz kurz zur Sprache. Wenn du noch nicht genau weißt, wie Partizipien funktionieren, informiere dich zuerst über PPP und PPA.

Die Formen sehen auf den ersten Blick aus wie ein verlängertes PPP. Es wird einfach das PPP, das man als Lernform kennt, um die Endung „-urus“ verlängert:

  • PPP: laudatum
  • Daraus wird als PFA: laudaturum

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Niobe

Niobe, die mit einem thebanischen König verheiratet war, hatte sieben Söhne und sieben Töchter. Vierzehn Kinder klingen heute völlig irre, aber auch damals waren das ziemlich viele. Entsprechend war Niobe total stolz darauf und wie das in den Mythen meistens so ist, wurde sie etwas übermütig. Wahrscheinlich war sie auch etwas durch den Wind – wer zwei Kinder großgezogen hat, kann sich vermutlich vorstellen, wie sich jemand mit vierzehn solchen Quälgeistern fühlt – und beschloss in einem Anflug von königlichem Blödsinn, dass Götter, die weniger Kinder hätten als sie, in ihrer Stadt eigentlich nicht mehr verehrt werden bräuchten.

Dummerweise war nun die Stadtgöttin von Theben eine gewisse Titanin namens Leto, die nur zwei Kinder hatte, nämlich Apoll und Artemis. Und wie Götter in der Antike so waren, war Leto ziemlich beleidigt, als die Thebaner sie nicht mehr anbeten durften (oder wollten, das weiß man nicht so genau). Nun war Leto eine ziemlich manipulative Mutter, die ihre Probleme nicht selber lösen, sondern lieber ihre Kinder schicken wollte.  Jedenfalls schickte die beleidigte Leto ihre beiden Kinder mit Pfeil und Bogen auf die Erde runter und sagte sinngemäß zu ihnen: „Schaut mal, was ihr da machen könnt.“

Apoll und Artemis waren zwar nicht die hellsten Götter der Welt, aber den Wink mit dem Zaunpfahl verstanden sie. Ein paar Minuten später waren sämtliche Kinder Niobes tot.

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Europa

Der Raub der Europa
Der Raub der Europa. Fresko aus Pompeii.

Europa, die Tochter des Königs Agenor, war eine phönizische Prinzessin, ungefähr aus der Gegend des heutigen Libanon. Sie wurde berühmt, weil Zeus sie scharf fand und sie hinterlistig entführte.

Dazu erfand er eine ziemlich komplizierte List, und das war auch nötig, denn Zeus war eigentlich mit Hera verheiratet, die strikt gegen offene Beziehungen war und ihm verboten hatte, irgendwelche Menschen anzumachen. Er beauftragte also den Götterboten Hermes, dafür zu sorgen, dass Europa mit ihren Freundinnen an den Strand ging. Dann verwandelte sich Zeus in einen Stier und beamte sich in die Nähe.

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Deponentien

Wie bitte?

Ein Deponens (Plural: Deponentien) ist ein Wort, das aussieht, als wäre es passiv, aber übersetzt wird, als wäre es aktiv. Es heißt so, weil es seine (grammatikalischen) aktiven Formen „abgelegt“ („deponiert“) hat.

Beispiele

Deponentien sind eigentlich kinderleicht zu übersetzen, wenn man das Passiv beherrscht. Und es gibt auch nicht sooo viele davon. Die wichtigsten sind:→ weiterlesen

Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft?! Zeiten

Wofür braucht man diese ganzen Zeiten!?

Tempora (lat. für Zeiten) braucht man, um auszudrücken, wann eigentlich etwas passiert ist. Es macht ja doch einen Unterschied, ob ich zu dir sage: „ich gehe (gerade?) ins Schwimmbad“, „ich war (vorgestern?) im Schwimmbad“ oder „ich werde (übermorgen?) ins Schwimmbad gehen“. Wenn ich diesen Unterschied nicht formulieren kann, könnte es passieren, dass du mich übermorgen im Schwimmbad suchen gehst, obwohl ich schon vorgestern dort war. Das wäre blöd.

Welche Zeiten gibt es im Lateinischen?

Eigentlich ist das ganz überschaubar:→ weiterlesen

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Lernen und Lerntheorie: Behaviorismus und Konditionierung

Grundannahmen des Behaviorismus

Der Behaviorismus ging davon aus, dass das Gehirn eine „Blackbox“ ist, über die man nichts herausfinden kann; deshalb ist es auch sinnlos, darüber zu spekulieren. Stattdessen orientierte man sich daran, was man beobachten konnte: Verhalten (behavior). Darüber konnte man Lernen schon ganz ordentlich definieren: Lernen bedeutet, dass ein Verhalten sich verändert.

Klassische Konditionierung

Ein typisch behavioristisches Experiment ist das Experiment von Pawlow um 1900: Ein Hund lernt in kürzester Zeit, dass er immer dann, wenn eine Glocke klingelt, etwas zu Fressen bekommt. Sobald er das kapiert hat, fängt er bereits zu sabbern an, wenn er die Glocke hört, obwohl noch gar kein Futter da ist. Fachsprachlich ausgedrückt: Die natürliche Reaktion des Hundes „Sabbern“ auf den natürlichen Reiz „Futter“ wurde nun auf den (vormals neutralen) Reiz „Glöckchen“ übertragen. Der Hund wurde konditioniert.

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