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Lernen und Lerntheorie: Behaviorismus und Konditionierung

Grundannahmen des Behaviorismus

Der Behaviorismus ging davon aus, dass das Gehirn eine „Blackbox“ ist, über die man nichts herausfinden kann; deshalb ist es auch sinnlos, darüber zu spekulieren. Stattdessen orientierte man sich daran, was man beobachten konnte: Verhalten (behavior). Darüber konnte man Lernen schon ganz ordentlich definieren: Lernen bedeutet, dass ein Verhalten sich verändert.

Klassische Konditionierung

Ein typisch behavioristisches Experiment ist das Experiment von Pawlow um 1900: Ein Hund lernt in kürzester Zeit, dass er immer dann, wenn eine Glocke klingelt, etwas zu Fressen bekommt. Sobald er das kapiert hat, fängt er bereits zu sabbern an, wenn er die Glocke hört, obwohl noch gar kein Futter da ist. Fachsprachlich ausgedrückt: Die natürliche Reaktion des Hundes „Sabbern“ auf den natürlichen Reiz „Futter“ wurde nun auf den (vormals neutralen) Reiz „Glöckchen“ übertragen. Der Hund wurde konditioniert.

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Metrik: Horaz

Die lateinische Metrik ist ein ziemlich großes Feld. Heute Abend habe ich versucht, ein paar Horaz-Gedichte zu entschlüsseln, und da ist es mit der Metrik auf den ersten Blick ganz schön kompliziert. Aber nur auf den ersten Blick.

Es gibt eine Handvoll Versmaße, die Horaz besonders oft benutzt. Das sind:

  • Asklepiadeus (in 5 verschiedenen Zusammensetzungen)
  • Sapphische Strophe (Sapphicum)
  • Alkäische Strophe (Alcaicum)

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Latein studieren

Dieser Beitrag ist für alle gedacht, die mit dem Gedanken spielen, Latein ernsthaft zu studieren. Wenn du dich jetzt fragst, was das für irre Leute sein müssen – darum geht es ein anderes Mal. 🙂

Wo studiert man eigentlich Latein

Jede größere Universität hat in aller Regel ein Seminar (sozusagen eine Abteilung der Universität), an dem man Latein studieren kann. Diese Seminare findet man im Großen und Ganzen unter drei Namen: „Latein studieren“ weiterlesen

Wie spricht man eigentlich eine tote Sprache aus?

Heute hat mich eine ganz besondere Frage erreicht: Wie spricht man eigentlich Latein aus? Wie spricht man „Caesar“ aus? Wie spricht man „patientia“ aus? Auf der Welt sind eine ganze Menge verschiedene Varianten verbreitet, wie man Latein ausspricht. Sagt man Zäsar, Käsar, Kaisar oder Tschesar? Sagt man patientia, pazienzia oder patschientschia?

Gleich vorweg: Die eine, einzig richtige lateinische Aussprache gibt es nicht. Latein wurde ungefähr 2000 Jahre lang von einem riesigen Haufen Leuten gesprochen – natürlich hat sich die Sprache in der Zeit ziemlich verändert. Im Wesentlichen sind zwei Varianten üblich:

  • In der „klassischen“ Antike (so ungefähr um die Zeit, als Caesar lebte) sprach man alle „c“ als [k], alle „t“ als [t] und alle „ae“ als [ai] aus. Caesar selbst hat sich also [kaisar] genannt (und deshalb heißt Beckenbauer auch der „Kaiser“ und nicht der „Zäsar“). Wenn er fand, er war besonders geduldig, hat er seine [patientia] gelobt und wenn er jemanden beleidigen wollte, hat er es „cinaedus“ [cinaidus] ausgesprochen. Allerdings hat man das antike Latein wohl ziemlich stark „nasaliert“, also quasi französisch ausgesprochen.
  • Im Mittelalter (sagen wir mal, um die 1000 rum) sprach man alle „c“ und „t“, auf die ein heller Vokabel (also e oder i) folgt, als „z“ aus. Aus dem „ae“ wurde [ä]. Karl der Große könnte sich also als [zäsar] genannt haben, wenn er sich besonders geduldig fand, hat er von seiner [pazienzia] geredet und als Beleidigung fiel ihm nichts besseres als [zinädus] ein. (Das kirchliche Latein, soweit es heute noch existiert, beruht in der Regel auf dieser Aussprache.)
  • In Deutschland verwendet man heute in Schule und Wissenschaft oft eine Mischung, die es so nie historisch gegeben hat und sich von Lehrer zu Lehrer unterscheiden kann. Das einzige, was garnicht mehr üblich ist, ist das „nasalieren“, alles andere wird bunt gemischt verwendet. Ich selbst habe in meiner Schulzeit [zäsar] und [pazienzia] gelernt, in der Universität [kaisar] und [patientia] gelernt, und benutze jetzt selbst [käsar] und [patientia].
  • In anderen Ländern ist es häufig ganz anders. In Italien spricht man Latein einfach genauso wie das Italienische aus, und in Großbritannien spricht man Latein einfach knallhart wie das Englische aus (das liegt vermutlich daran, dass die Leute dort sowieso kaum Fremdsprachen beherrschen, sodass ihnen eine andere Aussprache als ihre Muttersprache garnicht in den Sinn kommen dürfte). Deshalb ist es auch ein ganz besonderer Spaß, in einer italienischen oder britischen Schule mal eine Lateinstunde zu besuchen – man kommt sich vor, als hätte man noch nie ein Wort Latein gelernt.

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Der Ablativ, der unbekannte Fall

Der Ablativ ist ein komischer Fall. Von den anderen vier hat man in der Grundschule (hoffentlich) schon mal was gehört. Oder im Deutschunterricht. Aber Ablativ?

Den Ablativ gibt es tatsächlich im Deutschen nicht. Man ersetzt ihn meistens durch Präpositionalausdrücke, also kombiniert mit einem „Hilfswort“, das man davorstellt (z.B. mit, durch, von, über, mithilfe von). Oft steht auch im Lateinischen eine Präposition davor, die bei der Übersetzung hilft.

Womit tötet Brutus Caesar?
Brutus tötet Caesar mit einem Schwert.

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