Cato Maior de Senectute

Cato der Ältere spricht über die Vor- und Nachteile des letzten Lebensabschnitts, des hohen Alters (senectus). Er führt die gängigen Vorwürfe an, die man dem Alter macht und derentwegen man es für eine schreckliche Lebenszeit hält. Cato entkräftet diese Vorwürfe und versucht aufzuzeigen, wieso das Alter keineswegs schrecklich, sondern eine schöne und angenehme Lebenszeit ist.

An der lateinischen Version von The Latin Library wurden einige kleine Änderungen vorgenommen, wo mir Passagen offensichtlich schlecht oder einfach falsch ediert oder übernommen erschienen.

Im ersten Abschnitt leitet Cicero seinen Text mit einem Zitat ein und erklärt, was er eigentlich vor hat: er will etwas über das Alter schreiben. Und weil sein guter Freund Atticus zufällig auch gerade am Altwerden ist, hat er ihm das Buch gewidmet. Er stellt den Nutzen der Philosophie für ein zufriedenes Leben heraus und erklärt, warum er Cato als Hauptdarsteller gewählt hat: einerseits, weil Cato selbst ziemlich alt geworden ist, und andererseits, weil Cato ein riesiges Ansehen besaß und sein – Ciceros – Buch dadurch ehrwürdiger und glaubwürdiger wirken würde. Danach setzt der Dialog zwischen Cato und einigen jüngeren Freunden ein, in denen Cato diesen Freunden erklärt, warum das Alter eigentlich garkeine schlimme, sondern eine schöne und erfreuliche Zeit im Leben ist.

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In Catilinam 1

 

Die vier Reden gegen Catilina gehören heute zum Standard-Repertoire jedes höheren Lateinunterrichts. Kaum ein Latinum wird bestanden, in dem man nicht in Kontakt mit der ersten Rede gekommen ist. Das hat verschiedene Gründe. Die Reden gegen Catilina gehören zu den rhetorischen Meisterstücken Ciceros; ihr konsequent durchdachter Aufbau, ihre kluge Argumentation und ihre spannende Hintergrundgeschichte um Catilinas Verschwörung machen diese Reden zu einem der meistgelesenen Stücke der lateinischen Literatur.

Catilina war ein Adeliger aus einer relativ hoch angesehenen römischen Familie. Im Rahmen einer Verschwörung, mit der er einen politischen Umsturz plante, wurde die folgende Rede vor dem Senat gehalten. Sein Pech war, dass zum Zeitpunkt der Verschwörung ein gewisser Cicero Konsul war, der seine Augen und Ohren überall hatte und früh mitbekam, was Catilina plante. So verhinderte Cicero die Verschwörung und ließ Catilina und seine Leute festnehmen und später hinrichten. Um möglichst berühmt zu werden und sicherzustellen, dass alle wüssten, dass er – Cicero – diese Verschwörung aufgedeckt hatte, veröffentlichte er die Reden wenig später in einer überarbeiteten Fassung.

Eine andere Beschreibung der Ereignisse um die Verschwörung des Catilina lieferte der römische Historiker Sallust einige Jahrzehnte später.

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