Lernen und Lerntheorie: Behaviorismus und Konditionierung

Grundannahmen des Behaviorismus

Der Behaviorismus ging davon aus, dass das Gehirn eine „Blackbox“ ist, über die man nichts herausfinden kann; deshalb ist es auch sinnlos, darüber zu spekulieren. Stattdessen orientierte man sich daran, was man beobachten konnte: Verhalten (behavior). Darüber konnte man Lernen schon ganz ordentlich definieren: Lernen bedeutet, dass ein Verhalten sich verändert.

Klassische Konditionierung

Ein typisch behavioristisches Experiment ist das Experiment von Pawlow um 1900: Ein Hund lernt in kürzester Zeit, dass er immer dann, wenn eine Glocke klingelt, etwas zu Fressen bekommt. Sobald er das kapiert hat, fängt er bereits zu sabbern an, wenn er die Glocke hört, obwohl noch gar kein Futter da ist. Fachsprachlich ausgedrückt: Die natürliche Reaktion des Hundes „Sabbern“ auf den natürlichen Reiz „Futter“ wurde nun auf den (vormals neutralen) Reiz „Glöckchen“ übertragen. Der Hund wurde konditioniert.

„Lernen und Lerntheorie: Behaviorismus und Konditionierung“ weiterlesen